Tina Turner lebt zurückgezogen

Tina Turner in einem Netzkleid Schon seit über 20 Jahren lebt Tina Turner zurückgezogen in der Schweiz. Die meisten Leute erkennen Sie heute nicht mehr.

Wenn sie einen Raum betritt, bebt die Luft g vor Energie! Wie jetzt, als Tina Turner (74) in Zürich zu einem ihrer seltenen Interviews erscheint. Witzig, resolut, charmant; die weltberühmte Stimme wie immer ein wenig rau. Ja, sie hat sich rargemacht — ihr letztes Konzert liegt fünf Jahre zurück. Aber eins stellt die Sängerin gleich klar: Ein Comeback wird es nicht geben. „Ich komme nicht mehr zurück auf die Bühne — ich lebe nur noch, wie es mir gefällt!“ Nach über 50 Jahren mit rund 180 Millionen verkauften Platten hat Tina Turner genug von Glitzer, Glamour, Show-Geschäft.

„Ich kann mich sogar unsichtbar machen“

Glück — das bedeutet für sie heute, ganz in Ruhe durch die berühmte Zürcher Bahnhofstraße zu bummeln. Ohne dass sich jemand nach ihr umdreht. Denn: „Die meisten Leute erkennen mich nicht mehr“, sagt Tina Turner und lächelt. „Mein Geheimnis ist, ich spreche nur wenig und möglichst kein Englisch. Sonst werden die Leute aufmerksam. Als Entertainer lernt man auch, sich unsichtbar zu machen.“

Was sie sonst noch liebt? Frühstücken um zwei Uhr nachmittags! „Den Rhythmus von früher habe ich beibehalten. Da habe ich bis in die Nacht gearbeitet und lange geschlafen. Das gefällt mir immer noch — das nennt man wohl einen entspannten Lebensstil“, schmunzelt sie.

Sie schaffte es von ganz unten nach ganz oben

Tina Turner wohnt seit 20 Jahren am Zürichsee. In einem Traumhaus, mit ihrem Traummann: Der deutsche Musikmanager Erwin Bach (58) stammt aus dem Hunsrück, gewann schon vor fast dreißig Jahren ihr Herz. Im letzten Jahr heirateten sie.

Dabei wollte sie das nie wieder tun — zu schrecklich war ihre erste Ehe mit dem Musiker Ike Turner († 2007). Als Gesangs-Duo machten sie in den 60ern Furore. Aber da war seine dunkle Seite: Er demütigte und misshandelte sie, wenn er Drogen oder Alkohol intus hatte. Viel zu lang ertrug sie seine Gewaltausbrüche. „Wegen der Kinder“, so Tina.

Doch 1976 verließ sie Ike — als verzweifelte, erniedrigte Frau. „Ich hatte harte Zeiten“, sagt sie darüber schlicht. Doch sie glaubte an sich, an ihre Kraft. Und wurde als Solo-Künstlerin ein Weltstar. Tina Turner genoss es in vollen Zügen, von allen geliebt und bewundert zu werden. Und heute? Da ist sie einfach dankbar. Für jeden neuen, schönen Tag, an dem sie wieder mal niemand erkannt hat.

Auf dem Bild ist Tina Turner in einem Netzkleid 1990 bei einem Auftritt zu sehen. Mit Blick auf ihre Titten und Nippel.

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