Die Schicksalsschläge von Christiane Hörbiger

Die Schauspielerin Christiane Hörbiger hat schon so viele Schicksalsschläge erlebt. „Heute gibt es nichts mehr, vor dem ich mich fürchte“

Christiane Hörbiger Die Wienerin weiß, dass das Leben nicht nur Sonnenschein ist. Doch alle schweren Zeiten hat sie tapfer durchgestanden und ihr Lächeln nie verloren. Sie hatte es nicht immer leicht. Erst eine Scheidung. Dann der frühe Tod ihres zweiten Ehemannes, dazu die Aufgabe, plötzlich ein Kind alleine großzuziehen. Und dann, als sie ihr Glück mit ihrem Lebensgefährten Gerhard Tötschinger (69) endlich wiedergefunden hatte, der nächste Schock: Ihm wurde wegen einer Venen-Erkrankung ein Fuß amputiert. Wie Christiane Hörbiger (77) mit all diesen Schicksalsschlägen umgeht, das verrät sie hier.

Frau Hörbiger, weinen Sie oft über Vergangenes?
Ich habe meine Traurigkeiten, aber wirklich nah am Wasser gebaut bin ich nicht. Ich stelle fest, dass ich mit zunehmendem Alter keine Tränen mehr habe. Wirklich alte Frauen schluchzen in ihre Hände hinein und brechen nicht mehr in Tränen aus. Man hat mehr echte Tränen zur Verfügung, wenn man noch jung ist.

Sie mussten in Ihrem Leben viel kämpfen. Hat Sie das stärker gemacht?
Als mein zweiter Mann starb, war ich 40 Jahre alt und stand plötzlich mit meinem zehnjährigen Sohn alleine da. Es war eine furchtbare Zeit damals. Ich hatte jedoch überhaupt keine Gelegenheit, Trauerarbeit zu leisten. Ich musste arbeiten. Ich musste kämpfen, um nicht schlappzumachen. Manchmal hätte ich mich gerne hängen lassen und gesagt, mir ist alles egal. Aber das ging nicht.

Macht Ihnen das Leben manchmal Angst?
Gott sei Dank werden meine Ängste von Jahr zu Jahr kleiner. Es gibt in der Tat kaum mehr etwas, vor dem ich mich wirklich fürchte.

Wie gehen Sie rückblickend mit Fehlern um? Ich versuche, Fehler möglichst schnell zu vergessen. Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist. Ein Sprichwort an dem etwas dran ist.

 

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