Laura de Boer in “Die Pfeiler der Macht”

Literaturverfilmung! Zeitreise in eine bewegte Welt.

Das ZDF zeigt Ken Folletts Bestseller „Die Pfeiler der Macht” als opulentes Historiendrama. Die Schauspielerin Laura de Boer spielt das Arbeitermädchen Maisie, das die feine Gesellschaft kräftig aufmischt.

Laura de Boer Rekordverdächtig: Über 7 Millionen Mal wurde Ken Folletts Buch „Die Pfeiler der Macht” verkauft. Sehenswert: Jetzt zeigt das ZDF den Bestseller als ausstattungsintensives, gut gespieltes TV-Zeitgemälde in zwei Teilen.

Die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Bankhauses Pilaster bietet so ziemlich alles, was Leser und Zuschauer erfreut: eine spannende Familiengeschichte, dramatische Liebeswirren, Verrat, Zeitgeschehen und Wirtschaftskrisen. Das alles im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht das mächtige Bankhaus Pilaster, geleitet vom Familienvorstand Seth (gespielt von Rolf Hoppe) und seinen beiden Söhnen Joseph (Thorsten Merten) und Samuel (Axel Milberg). Hugh Pilaster (Dominic Thorbum), jüngster Spross des Bankerclans, hat Talent, stellt aber alte Traditionen infrage und wird, nach dem Selbstmord seines Vaters, von der Führungsriege allenfalls geduldet, die stattdessen Josephs unbegabten Sohn Edward protegiert. Hughs Liebe zum Arbeitermädchen Maisie.

Die Schauspielerin Laura de Boer ist Triebfeder für diese Geschichte über Sehnsucht und Macht,
geerbten Reichtum – und geerbte Armut.

Für den verzweifelten Kampf, dieser Armut zu entfliehen, steht die Figur der Maisie, leidenschaftlich gespielt von Laura de Boer: „Maisie ist eine starke Frau mit viel Humor”, sagt die 32-jährige Niederländerin über ihre Filmfigur. „Sie landet in einer Welt, die nicht ihre ist, und versucht mit aller Kraft, ihrer Seele treu zu bleiben.”

Es ist der wunderbaren Ausstattung, der Kulisse und dem großartigen Ensemble zu verdanken, dass Folletts packender Roman auch als Film funktioniert, in Bann zieht. Gedreht wurde aus Kostengründen nicht in England, sondern Irland: in Dublin und Umgebung. Von „verwunschenen Drehorten und dem wilden Herzschlag Irlands” schwärmt Jeanette Hain. Sie spielt Edwards intrigante Mutter Augusta, die ihren unfähigen Sohn unbedingt an die Spitze der Bank hieven möchte und dabei über Leichen geht.

Auch bei den Kostümen zeigte sich die Produktion detailversessen. Das wirkt authentisch, forderte aber die Darsteller. Laura de Boer: „Nach dem ersten Korsett-Schock – es ist wirklich schwer, sich hinzusetzen oder zu atmen fand ich es richtig gut.” Bis zu 125 Crew-Mitglieder waren täglich an der Produktion beteiligt, 1300 Komparsen wurden eingekleidet, 973 Kostüme benötigt. Der Aufwand lohnte sich, selten sieht man ein Historiendrama derart authentisch ausgestattet. Das beeinflusste auch die Schauspielkunst positiv: De Boer: „Wenn ich als Maisie in “Armen-Klamotten” Kollegen in “Reichen-Klamotten” gegenüberstand, konnte ich leicht mit Statusunterschieden arbeiten, weil ich mich richtig dreckig fühlte.”

Die Pfeiler der Macht am Montag und Mittwoch jeweils um 20 Uhr 15 im ZDF

Leider noch keine Nacktbilder von Laura de Boer gefunden. Vielleicht ändert sich das ja nach diesem Film.

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