Julia Koschitz in “Vertraue mir”

Von Geld und Liebe! „Vertraue mir” ist Thriller, Liebesfilm – und packendes Kammerspiel mit zwei großartigen Darstellern: Julia Koschitz und Jürgen Vogel.

Julia Koschitz Frankfurt, Bankenviertel. Eiskalt starren die gläsernen Fassaden der Hochhäuser. Hier ist Investmentbankerin Elena zu Hause. Sie ist der Shootingstar des Bankhauses Ahrends & Oppermann. Die Beziehung zu Marc, EDV-Chef ihres Arbeitgebers, hat sie sausen lassen. Die Karriere war wichtiger. Doch genau die ist ganz plötzlich in Gefahr. Elena wird gemobbt. Erhält keine Mails mehr, der Chef meidet sie. Dabei hat sie Wichtiges entdeckt, ist auf ein dubioses Vertragswerk gestoßen, das die Bank ruinieren könnte, ruinieren wird. In ihrer Not ruft sie Marc an. Der ist längst gefeuert, darf das Bankgebäude nicht mehr betreten. Doch mit seiner Hilfe will Elena herausfinden, was bei Ahrends & Oppermann schiefläuft. Nachts schleust sie Marc in ihr Büro ein – ein Kammerspiel beginnt, das in seiner klaustrophoben Atmosphäre bisweilen an Film-noir-Klassiker wie Louis Malles „Fahrstuhl zum Schafott” erinnert.

„Spannung aufrechterhalten”
Franziska Meletzky führte Regie bei diesem Thriller, der als Eröffnungsfilm beim 12. Deutschen Fernseh-Krimi-Festival in Wiesbaden gefeiert wurde. Julia Koschitz spielt die Bankerin Elena, Jürgen Vogel den EDV-Experten Marc. Experten für Anspruch. Ihr Zusammenspiel funktioniert denn auch perfekt, versieht den Thriller mit Spannung in jeder Beziehung.

„Ich mag Kammerspiele”, sagt Julia Koschitz. Diese Reduktion auf einen Ort, einen Tag. Keine Ablenkung, volle Konzentration auf die Handlung. „Die Herausforderung ist, die Spannung aufrechtzuerhalten.”

Mission erfüllt. Der Film ist spannend und bleibt es bis zum Schluss. Dafür sorgt auch der Dritte im Bunde. Sascha Alexander Gersak spielt den Wachmann Jochen Steiner. Er entdeckt die beiden nachts im Bankhaus. Und erledigt seinen Job.

Jürgen Vogel hat noch nie eine Figur im Bankenmilieu gespielt. „Das war für mich als Schauspieler eine große Herausforderung, da ich so in eine für mich völlig neue Welt eintauchen konnte”, so Vogel. Wobei der Film nicht nur ein Finanzthriller aus dem Bankenmilieu ist, sondern mich und vielleicht viel mehr die Geschichte einer verhinderten Liebe erzählt. Ein hoffnungsloser Optimist, wer hier ein bedingungsloses Happy End erwartet. Ob es wohl bei der EM in Frankreich Fußballspiele geben wird, die annähernd so spannend sind wie dieser Film?

“Vertraue mir” kommt am Montag um 20 Uhr 15 und ist Hochfrequenzspannung ohne grelle Effekte. Es knistert auf allen Ebenen.

Auf dem Foto ist Julia Koschitz Nackt in dem Film “Tödliche Versuchung” aus dem Jahr 2013 zu sehen.

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