Natalia Wörner wird diplomatisch

Natalia Wörner zeigt als Problemlöserin ihr großes Können: „Die Diplomatin“ handelt von Krisenmanagement rund um den Globus.

Zum Auftakt geht die neue Reihe gleich in die Vollen. „Das Botschaftsattentat“ handelt vom brutalen Kampf tunesischer Islamisten, die mit einer Geiselnahme in der deutschen Botschaft Häftlinge freipressen wollen. Mittendrin: Die titelgebende „Diplomatin“ Karla Lorenz, gespielt von Natalia Wörner, die am Fanatismus der Geiselnehmer verzweifelt und hilflos ist, was die Ränkespiele der Politiker angeht. Ein glückliches Ende, das deutet sich schnell an, wird es nicht geben. Dennoch bleibt der Film spannend, er ist mit vollem Körpereinsatz gespielt und nichts für zarte Gemüter.

Natalia Wörner Auf Dienstreise mit dem Minister.
Eigentlich sollte das neue Format schon im November 2015 starten, wurde aber wegen der Anschläge in Paris verschoben. Damals war zudem „Das Botschaftsattentat“ als zweiter Einsatz der Diplomatin geplant. Dann kam die ARD aber zum Schluss, dass die intensive Geschichte einen fesselnderen Einstieg bietet als der ursprünglich geplante Pilotfall „Entführung in Manila“. Dessen Handlung spielt zwei Jahre vor den Ereignissen in Tunis, er läuft aber erst am Samstag in einer Woche. Verwirrend. Doch egal in welcher Reihenfolge: Die Einsätze der eigensinnigen Diplomatin verdienen ihre Chance zur besten Sendezeit.

Natalia Wörner hatte im Rahmen der Vorbereitung eine Einladung des Auswärtigen Amtes angenommen und Außenminister Steinmeier nach Korea und Indonesien begleitet. „So hatte ich die Gelegenheit, ihm und seinem gesamten Stab fünf Tage lang über die Schulter zu schauen und das diplomatische Leben aus einer Alltagsperspektive kennenzulernen“, freut sie sich.

Elegante Problemlöserin.
Statt diplomatischem Alltag stehen in den TV-Filmen jedoch Ausnahmelagen im Zentrum. Karla Lorenz ist eine „Troubleshooterin , wie Wörner über ihre Figur sagt, eine Einzelgängerin, die zu unkonventionellen Mitteln neige und sich doch elegant auf diplomatischem Parkett bewegen könne. Und in dieses Rollenprofil passt Natalia Wörner perfekt. Auch Thomas Sarbacher als Karlas sachlicher Chef und Ex-Liebhaber sowie die Nebendarsteller in beiden Folgen sind gut gewählt. Ob wir durch „Die Diplomatin“ wirklich etwas lernen über die Mechanismen der Außenpolitik – darüber ließe sich streiten. Niveauvoll unterhalten werden wir auf jeden Fall.

Die Diplomatin, erster von vorerst zwei Thrillern über internationale Krisenbewältigung, kommt am Samstag um 20 Uhr 15 in der ARD.

Auf den Bild zeigt sich Natalia Wörner Oben Ohne mit Nackter Brust in dem Film „Die Sieger“ von 1994.

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